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Der Film „Ich mööch zo Fooß noh Kölle gon“ schildert das Leben und Schaffen von Willi Ostermann und seiner Zeit in alten Bildern und original Musikaufnahmen und dokumentiert, wie die „kölsche Muse“ bereits in den 20er und 30er Jahren weltweit Beachtung fand. Kein Wunder, dass Willi Ostermann bis heute für die Kölner Vorbild für sprachlich originelle Veedelsbilder und kölsches Lebensgefühl ist. Die „Spurensuche“ war für das Autorenteam nicht einfach. Zwar gibt es nahezu alle von Ostermann besungenen Lieder noch als mehr oder weniger gut erhaltene Schellack-Platten, aber Fotos von ihm sind spärlich und Filmmaterial ist so gut wie gar nicht aufzutreiben. Bei einem Besuch auf der Rennbahn richtete ein Amateurfilmer geistesgegenwärtig das Objektiv seiner Kamera auf ihn und so sehen wir den Wettbesessenen mit seiner Frau Käte einmal ganz privat. Im Tonfilm „Der Traum vom Rhein“, für den Willi Ostermann 1933 und Ludwig Schmidseder die Musik schrieben, spielt er neben Paul Henckels und Käthe Haack eine (kleine) Rolle als Dirigent eines Männergesangvereins – so bewegt er sich wenigstens in einem kleinen Filmausschnitt singend durchs Bild. Den Filmjob verdankt Willi Ostermann seinem Schwager Emil Palm, der, als 1922 der Tonfilm seinen Siegeszug angetreten hatte, seine Zelte in Berlin aufschulg, wo er bis 1936 vorwiegend als Filmkomponist, aber auch für den Rundfunk tätig war. Sein wohl bekanntestes Lied „Regentropfen, die an mein Fenster klopfen“ schrieb er allerdings im Kölner Dom-Hotel – der Nobelherberge, die einst den Gebrüdern Metz gehörte, wovon einer, Adolf, den Text zur Marschmelodie von Hermann Kipper (Jodokus Fleutebein) schrieb, der der Militärmusiker Reinhold Fellenberg später noch ein Trio anfügte und fertig war der Marsch der Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V.: „Ritsch, ratsch, de Botz kapott“!

Ich mööch zo Fooß noh Kölle gon ....
Produziert mit Unterstützung der Kreissparkasse Köln
c 2005 H.D.Wilden, R.Louis, W.Hewig
Mit freundlicher Genehmigung von H.D. Wilden, R.Louis, W.Hewig